Archive for März, 2007

Auslaufen Ustica – Ankunft Insel Lipari

Donnerstag, März 29th, 2007

So stellt man sich italien vor. In den nächsten tagen mehr. Aktuelle Fotos im Album.

Ankunft Ustica

Montag, März 26th, 2007

Ustica liegt ca. 400 km östlich von Cagliari und nördlich der Insel Sizilien. Die ehemalige Vulkaninsel ist zum grossen Teil ein Naturreservat, da hier die Unterwasserwelt einige seltene Fische und pflanzen beheimatet. Der Hafen ist durch die trichterförmige Ausbildung ein Hammer. Die Mächtigkeit der steilen Hänge und das klare Wasser, das einen Blick bis auf den Grund des sehr sauberen Hafenbecken zulässt,
sind überwältigend und lässt auf mehr hoffen.

Die Insel wird mittig durch ein abfallendes Plato ausgeformt. Wenn man
von Westen auf die Insel zufährt, ist die zu sehende Ansiedlung unverständlich, da hier alles dem Westwetter ausgesetzt ist. Erst ein Rundgang klärt die Topografie. Hier ist die grüne Fläche der Landwirtschaft, die übergangslos bis in das Städtchen Ustica hineinreicht.

Auch hier sind die römischen Spuren noch sichtbar. Grotten direkt über der Wasserlinie sind nur schwer zugänglich. Das alte Kastell auf einem Bergrücken drohnt mächtig über der Insel. Der Ausblick ist überwältigend. Auf dem Rückweg kommt man an verschiedenen Storchenkonolien vorbei.

In dem Städtchen Ustica fallen die bunten Keramikstücke auf. Die Hausfassaden sind mit schönen Bildern und Keramikmotiven verzierrt. Auch eine Fussgängerzone, die abends Autofrei gehalten wird, steigt sehr steil zur Dorfmitte an. Die Alten Bewohner haben hier ihren Treffpunkt
und erzählen von der schweren Arbeit als Fischer. Jeder kennt jeden und ich bin mir sicher, da wir die einzigen Besucher per Schiff sind, dass wir sofort richtig eingeordnet wurden.

4 Tauchschulen haben wir gesehen, die aber zu dieser Jahreszeit noch geschlossen sind. Gerne hätten wir einen Tauchgang mit einem erfahrenen Taucher unternommen. Hier ein ruhiger Urlaub zu verbringen, wird keiner bereuen. Täglich fahren mehrere Fähren zwischen Ustica und Palermo.
Diese Verbindung der Fähre nutzen die Inselbewohner, um eine Einkaufstour nach Palermo zu unternehmen.

Der Besuch hier hat sich mehr als gelohnt !

Auslaufen Cagliari

Samstag, März 24th, 2007

Am vortag auslaufen cagliari lief spätabends eine wunderschöne 16m lange ketsch (zwei masten) ein und ging neben uns längsseits. david und seine frau schauten sehr gestresst und gingen nach dem festmachen sofort in die koje. am folgenden morgen erzählte uns der canadier von seinem pech. er hatte vor fast einem jahr seine yacht in frankreich gekauft und war vor seiner heimreise im nächsten jahr auf einem europatripp. nach alter tradition verzichtet er auf fast alle navigationsgeräte und segelt lediglich mit kompass, sextant und funk. er hat so grosse erfahrung, dass er mit koppeln und wetterbeobachtung sehr gut vorankommt.
seine kunststoffyacht mit mittelplicht (amel) ist für manche segler ein traum und sehr sicher. auf der überfahrt von palma nach cagliari hatte er teilweise 8 bft,windböen bis 55 kn und wie wir alles von hinten. morgens um 5 uhr kurz vor wachwechsel mit seiner frau schlug bei ihm eine dieser monsterwellen ein und setzte seine plicht unter wasser.gleichzeitig wurde seine yacht so zur seite geworfen, dass er einen touch down hatte.dh. das schiff legt sich mehr als 90° zur seite und die masten schlagen aufs wasser. Gott sei dank ist er nicht durchgekentert. die schäden blieben im rahmen. grosssegel und die elektrik im bereich der plicht waren im eimer. david war gut angegurtet, so das er nicht über bord gespült wurde.
was wir morgens noch gemeinsam organisieren konnten, haben wir getan, denn um 12°°h liefen wir aus. ich denke, wir werden uns im laufe des jahres im östlichen mittelmeer wiedersehen.
Mit böen von 7 bft ,regen und teilweise schlechter sicht begann unsere reise und endete mit sonnenschein und windstille.

Kleine Rundreise durch Südsardinien

Dienstag, März 20th, 2007

die schönheit des landesinneren von sardinien wird getrübt durch die aufgegebenen landwirtschaftlichen gehöfte. man sucht sehr lange, um noch einen landwirtschaftlichen betrieb oder eine gärtnerei zu finden. die landschaft ist extrem hügelig und der höchste berg ist immerhin 1800m hoch. die landschaft ist karg, bietet aber immer wieder ecken zum
verweilen oder die farbenvielfallt zu geniessen.

ein beispiel für die kulturträchtige geschichte ist nova. der standort am meer mit diesem wunderschönen ausblick zeigt die bewegte zeit.

Neue Fotos sind im Album.

Fee noch in Cagliari

Sonntag, März 18th, 2007

Sind noch immer in Cagliari, da der Levante (Mittelmeerwind) im Norden und Osten in Sturmstärke bläst.
Können laut Wetterbericht erst Mitte der Woche weitersegeln in Richtung Osten.
Zur Zeit ist die italienische Coust Gard verstärkt unterwegs, da viele afrfikanische Boatpeople interwegs sind. Die Kontrollen sind sehr streng.

Es geraten eine Menge von kleinen Schiffen in Seenot, die mit Menschen überladen sind.  Wir erhalten über Navtex sehr schlimme Nachrichten.

Cagliari

Montag, März 5th, 2007

die stadt cagliari hat was. liegt an einer steilküste weit im süden von sardinien. die römischen einflüsse sind bis heute zu sehen und durch die eu-gelder wird sehr viel renoviert. nur so kann können uns die gebäude weiterhin ihre geschichte erzählen. in der nähe des hafens ist die shopping-area mit den in-designer.

auf einem plateau liegt ein naturschutzpark mit der grössten
flamingokolonie in europa. die vögel fliegen in scharen zu ihrem 2. naturschutzgebiet direkt am meer. wenn wir noch zeit haben, wollen wir diese gebiete besuchen.

erst haben wir die wärme gesucht und jetzt ist es am tage schon so warm ( 24°), dass man anfängt, den schatten zu suchen.
wir bereiten unsere „fee“ für kleinere repararturen vor, die wir nächste woche erledigen wollen. wenn alles gutgeht, segeln wir ende der woche weiter.

Sardinien

Freitag, März 2nd, 2007

sind gestern auf sardinien angekommen. mit etmale ( strecke in 24 h) von 125 sm sind wir sehr schnell gewesen. schuld war achterlicher wind mit 5 bft und strom mit 2 kn auch von achtern.

jetzt endlich sind die tagestemperaturen so angenehm, dass wir im t-shirt rumlaufen können. werden aber nicht lange hier bleiben, da es weiter gehen soll nach osten, um unsere reparaturliste weiter abzuarbeiten. die bewohner sind hier sehr nett und helfen uns weiter.
suchen wir einen lebensmittelladen, fahren sie uns ohne aufforderung hin. das inselleben prägt doch das interesse für den anderen.

da unsere maileinrichtung an bord über kurzwelle noch nicht funktioniert, sind wir auf internetbuden oder w-lan verbindungen angewiesen. das ist sehr lästig.

weitere infos und berichte in kürze.