Archive for September, 2009

Puerto La Cruz-„angekettet“

Dienstag, September 22nd, 2009

Heute früh begann eine beispiellose Aktion im Hafen von Bahia Redonda. ca. 30 Beamte beschilderten ausländische Yachten.
Die vorläufige Beschlagnahmung kann nur aufgehoben werden, wenn sämtliche Dokumente und Pässe beim Zoll vorgelegt werden.
Betroffen sind ca. 150 Yachten aus aller Welt.
Der Grund ist nicht klar, jedoch wird spekuliert, dass viele Einheimische ihre Yachten unter ausländischer Flagge fahren und keine Steuern bezahlen. Einen Tag später nach Besuch beim Zoll-alle sehr freundlich- haben wir eine Ausreisebescheinigung erhalten und können jetzt ausklarieren.

Gran Sabana-Venezuela

Samstag, September 12th, 2009

Von Puerto La Cruz machen wir uns auf den Weg in die Gran Sabana. Eine Savane an den Grenzen von Guyana und Brasilien. Nur eine Strasse verbindet Venezuela mit Brasilien und erschliesst gleichzeitig dieses Welt Kulturerbe.

Auf dem Weg überqueren wir den Orinoko. Die Brücke wurde im Schwabenland geplant und von einer Brasilieanischen Firma gebaut.
Hier wird der Reichtum an Bodenschätzen sichtbar. Bauxitabbau und Aluminiumfabriken sehen wir an den Ufern des drittgrössten Flusses der Welt. Das Delta ist grösser wie die Schweiz.
Später überquert man eine Stahlbrücke, die von Eiffel gebaut wurde. Wir fahren an der berühmten Goldgräberstadt El Dorado vorbei (ja, sie gibt es wirklich) und sehen Hinweisschilder zu verschiedenen Gold- und Diamantminen.
Am Kilometerstein 88 haben wir die Grenze zu Guyana im Abstand von 20 km. Aber nur Urwald und keine Strasse zu diesem Land.Ein grenzverkehr ist nicht erwünscht.
Nach ca. 800km erreichen wir den Nationalpark Canaima. Die Indios verwalten dieses Gebiet selbst. Über 160 Tafelberge, das älteste Gestein der Erde wurde hier gefunden, die Anzahl der Wasserfälle kann man nur Schätzen und und und….
Die Savanne mit ihrer Urbanität bietet einen fantastischen Anblick. Mensch und Tier kämpfen mit der Natur. Uns erschliesst sich dieses Gebiet nur mit einem geländetauglichen allradgetrieben Landrover. Wir übernachten in Posadas, die Strom selbst mit Generatoren herstellen. Die Indios sind sehr freundlich und erklären und zeigen stolz ihre Heimat. Fast jede Pflanze hat ihre Heilwirkung gegen Krankheiten.
Kein Venezulaner darf sich hier ansiedeln. Die Indios wollen Ihre Heimat so erhalten, wie sie ist. Besucher sind willkommen. In Camps und selbst die kleinen roten Häuschen mit 2 Betten findet jeder günstig Übernachtungsmöglichkeiten. Wir sehen Indios in Gummistiefeln mit Hunden auf der Jagt. Früher mit Blasrohren, heute mit Gewehren.
Wir haben 2 200 km hinter uns gebracht. Mit dem Landrover haben wir 600l Benzin verbraucht und insgesammt dafür 6 Euro bezahlt (kein Witz, die Benzinpreise sind wirklich sehr günstig) und die Übernachtungen haben 20 Euro für ein Doppelbett nicht überschritten.
War hier die Wiege der Erde?

Feiertage in Puerto La Cruz

Dienstag, September 8th, 2009

Fast eine Woche lang wird hier die heilige Maria gefeiert.
Jedes Auto und alles, was schwimmt, wird geschmückt.
Wir kennen kein Land, wo so viele Feiertage gefeiert werden.