Archive for Oktober, 2010

Opua,Neuseeland

Sonntag, Oktober 31st, 2010

Nach 1252 sm und 9 Tagen erreichen wir Neuseeland. Wir haben jetzt die grösste Entfernung von Deutschland.

Das 2. Etappenziel ist erreicht. Wir geniesen wieder Kälte, Stadtleben und die freundlichen Kiwis (Neuseeländer).

Zwischenbilanz: Halbzeit

Mittwoch, Oktober 13th, 2010

Die halbe Erdkugel haben wir nach fast genau 4 Jahren hinter uns gebracht. 24 281 sm (ca.45 000 km) segelten wir auf der FEE 180 Längengrade immer nach Westen.
Wir haben die Länder nicht gezählt, die wir besucht haben. Aber die Eindrücke von Land und Leuten möchten wir keine Sekunde missen. All die Segler, die wir kennengelernt haben, sind das Salz in der Suppe auf so einem Törn. Oft gemeinsam erkunden wir die Länder,wie sie ein Tourist nie sehen kann. Wir können den Alltag der Menschen kennenlernen, sehen die Armut und das Glücklichsein mit einfachen Dingen. Fragen uns dann, warum wir zu Hause nach so viel Unwichtigem gestrebt haben.
Hier am anderen Ende der Welt danken wir denen, die mit uns gelitten und sich auch gefreut haben. Wir haben immer Hilfe erfahren, als wir sie brauchten. Das hat uns über schwierige Situationen hinweggeholfen. Vieles haben wir unterschätzt, an noch mehr hatten wir gar nicht gedacht. Jedes Ankommen ist eine Bereicherung. Wir freuen uns auf die zweite Hälfte und hoffen, dass wir nicht mehr Plessuren erleiden wie bisher und unsere FEE uns weiterhin mit weniger Reparaturen so gut dahin bringt, wo der Wind uns hintreibt- nach Westen.

Vavau-Inselgruppe Tonga

Montag, Oktober 11th, 2010

Nach ca. 350 sm erreichen wir das polinesische Königreich Tonga.
Wir klarieren in Norden auf den Vavau Groups ein. Der kleine Ort Neiafu ist für diese Inselgruppe das Zentrum. In jeder kleinen Strasse steht eine Kirche unterschiedlicher Konfession. Der Inselalltag ist von der Kirche geprägt und die Einwohner besuchen mehrmals in der Woche ihre Kirche. Wir lauschen den Gesängen in den Kirchen und die Lieder gesungen im Chor gehen einem unter die Haut. Es besteht eine sehr konservative Kleiderordnung. Wie im Königreich West Samoa tragen auch hier die Männer voller Stolz ihre Röcke. Zusätzlich binden sie geflochtene Matten um Ihre Laiber. Selbst beim Baden im Meer werden Kleider ,Hemd und Hose getragen.

Das Land ist sehr arm und wird von Deutschland und Neuseeland unterstützt. In den Läden sind fast nur Grundnahrungsmittel zu bekommen. Die Landwirtschaft hat hier den höchsten Stellenwert.

Diese Inseln liegen alle dicht an dicht. Fast 40 ausgewiesene Ankerplätze bieten einem die Gelegenheit, dieses Gebiet ausgiebig zu erkunden. Durch den hohen Regenniederschlag ist alles sehr grün und auch bewaldet.

Wir fühlen uns hier sehr wohl, da die Freundlichkeit der Einwohner sprichwörtlich ist.

Auf der südlichen Inselgruppe Tongatapu mit der Landeshauptstadt Nuku`alofa werden wir ausklarieren. Hier ist auch Regierungssitz und der Palast des Königs. Eine der letzten Monarchien wird in Kürze von einem vom Volk gewählten Parlament abgelöst.

Apia, West Samoa

Freitag, Oktober 1st, 2010

Die Hauptstadt Apia erreichen wir nach 540sm. Hier wollen wir die Deutsche Geschichte nachvollziehen. Eine der wenigen deutsche Kolonien bis 1914. Deutsche Namen lesen wir an machen Geschäften. Wir besuchen das Museum des prominentesten Bewohners von West-Samoa, den Schriftsteller Robert Louis Stevenson. Er schrieb unter anderem die Geschichte der Schatzinsel.
Nach seinem Tod wurde sein Anwesen von einem deutschen Geschäftsmann übernommen.
Die Hauptinsel Vailima beginnt erst langsam, sich zu entwickeln. Es ist vieles noch nicht zu bekommen. Segler müssen sich darauf einstellen, hier Versorgungsengpässe vorzufinden. Die Versorgung der Grundnahrungsmittel ist aber gegeben. Die Insel ist so saftig grün durch den vielen Regen. Unsere Zimmerpflanzen zu Hause wachsen hier in einer unvorstellbaren Grösse und Pracht.